Häufig gestellte Fragen
Schwierigkeiten im Lernbereich stellen vor Herausforderungen. Gerne nehme ich mir Zeit, eure Fragen persönlich zu beantworten. Hier findet ihr die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Ist eine pädagogische Diagnostik unbedingt notwendig?
Eine pädagogische Diagnostik wird nicht von einem Psychologen, sondern von einem Pädagogen durchgeführt. Im Rahmen der Pädagogischen Diagnostik kommen standardisierte Tests zur Anwendung, mit deren Hilfe aus pädagogischer Sicht eine Rechenschwäche oder Lese-Rechtschreib-Schwäche festgestellt werden kann. Die pädagogische Diagnostik legt großen Wert auf eine genaue Analyse der Fehler und Denkweisen und ist somit unerlässlich, um in einem weiteren Schritt einzugreifen und die Intervention so individuell wie möglich zu gestalten, um möglichst große Erfolge zu erzielen.
Reicht das pädagogische Gutachten für die Schule aus?
Laut BMBF sind keine außerschulischen Gutachten erforderlich, um eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder eine Rechenschwäche in der Schule zu berücksichtigen. Gerne kann das ausgestellte pädagogische Gutachten auch in der Schule vorgelegt werden. In der Handreichung des BMBF (Der schulische Umgang mit Rechenschwierigkeiten, 2023) findet sich die Empfehlung, weiters ein psychologisches Gutachten durchzuführen, wenn die pädagogische Förderdiagnostik Fragen offenlässt. Die Durchführung einer psychologischen Diagnostik obliegt der Freiwilligkeit der Eltern. Allerdings arbeiten Lehrkräfte viel mit den Kindern zusammen, verfügen über eine akademische Ausbildung und können die Bedürfnisse der Kinder aus pädagogischer Sicht gut einschätzen.
Wer trägt die Kosten für Lerntherapie?
In Österreich werden die Kosten für Lerntherapie - auch nach Empfehlung eines klinischen Psychologen - derzeit nicht von den Krankenkassen übernommen. Es gibt allerdings Zusatzversicherungen, die die Kosten refundieren. Erkundigt euch hier bitte bei eurer Versicherung. Laut Land OÖ sind zudem Fördermaßnahmen in Planung, hierüber halte ich euch gerne auf dem Laufenden!
Lerntherapie? Quasi Nachhilfe?
Nachhilfe setzt bei akut auftretenden Lern- und Verständnisschwierigkeiten des aktuell gelehrten Stoffgebietes in der Schule an. Im Gegensatz zur Nachhilfe greift die Lerntherapie weiter: Problem sind nicht nur die aktuell zu erwerbenden Kompetenzen, die Verständnisschwierigkeiten greifen weiter und liegen häufig weit in der Schullaufbahn zurück. Ziel ist es somit, diese Blockaden zu finden und gezielt daran zu arbeiten, um das Verständnis in der Schule aktiv zu fördern. Weiters wird im Rahmen der Lerntherapie auch versucht, mit Konzentrationsschwierigkeiten umzugehen und Aufmerksamkeitsspannen zu erhöhen. Auch ist es von großer Bedeutung, auf die Bedürfnisse und Ängste der Kinder einzugehen. Häufig sind Lernschwierigkeiten mit einem geminderten Selbstwert verbunden.
Wie oft und wie lange macht man Lerntherapie?
Die Gestaltung der Lerntherapie ist genauso individuell wie ihre Ziele. Daher ist es schwierig, pauschal eine Aussage über die Dauer der Lerntherapie zu machen. Meistens ist es sinnvoll, ein bis zweimal wöchentlich einen Termin wahrzunehmen. In der Regel ist eine Lerntherapie längerfristig angesetzt. In Ausnahmefällen - wenn das Kind nur leichte Lerndefizite aufweist und die Lerntherapie in erster Linie der zusätzlichen Förderung dient - können die Ziele auch kurzfristig mit wenigen Therapiesitzungen erreicht werden.
Müssen wir trotzdem zuhause üben?
Ich freue mich immer sehr über eine gute Zusammenarbeit! Das Üben zuhause hilft den Kindern sehr und nimmt wesentlichen Einfluss auf die Dauer und die Effizienz der Lerntherapie. Die Übungen für zuhause sind allerdings so gestaltet, dass sie keine zusätzliche Belastung darstellen, leicht in den Alltag integriert werden können und im besten Fall auch noch motivieren, am Ball zu bleiben!
Ist es wirklich notwendig, dass du mit der Lehrperson Kontakt aufnimmst?
Die Kontaktaufnahme zur Lehrperson eures Kindes ist natürlich nicht unbedingt notwendig. Ein ausführliches Gespräch mit euch und eurem Kind bietet mir bereits einen guten Ansatz für meine Arbeit. Die Lehrperson eures Kindes begleitet dieses intensiv in Lernphasen, ist akademisch ausgebildet, kann den Leistungsstand eures Kindes gut ins Verhältnis zum geforderten Soll-Leistungsstand bringen und Fehler, falsche Denkweisen und Lernschwierigkeiten richtig einordnen. Oft ist das Lernverhalten der Kinder in Gruppen auch anders als zuhause. Als Lehrerin weiß ich zudem, dass im Rahmen des Schulalltages leider nicht immer ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, um den individuellen Erfordernissen der Kinder gerecht zu werden. Über die Möglichkeit, mich mit den Lehrpersonen eurer Kinder auszutauschen, freue ich mich daher sehr. Bitte beachtet: Ich werde eure Kinder nicht benoten, sondern bin an einer bestmöglichen Förderung interessiert, um ihnen möglichst schnell zu einem ah! Erlebnis zu verhelfen!